Statistische Ermittlung von Ranggruppen

Zur Einteilung in die Ranggruppen Spitzen-, Mittel- und Schlussgruppe mit der farblichen Kennzeichnung grün, gelb und blau werden im CHE Ranking für Fakten und Urteile drei grundlegend verschiedene Verfahren eingesetzt.

Urteile: Gruppenbildung nach signifikanten Abweichungen vom Durchschnittsurteil im Fach

Bei den Einschätzungen der Studierenden werden die jeweiligen Mittelwerte der Studienbereiche in ihrer relativen Position zum Durchschnittswert für den gesamten Studienbereich eingeordnet. Maßgeblich für die Einordnung in eine Ranggruppe ist dabei ein Konfidenzintervall um den jeweiligen Mittelwert, welches neben der Anzahl der Urteile berücksichtigt, wie einheitlich die Beurteilungen an einem Fachbereich ausgefallen sind.

Hier finden Sie eine ausführliche Darstellung dieses Auswertungsverfahren bei der Studierendenbefragung.

Fakten: Gruppenbildung nach Quartilen

Bei einem Teil der Fakten-Indikatoren (z.B. Drittmittel, Wissenschaftliche Veröffentlichungen, Promotionen) werden die Werte der Größe nach geordnet und dann in drei Gruppen eingeteilt: Die Hochschulen der ersten 25 Prozent der Rangwerte (1. Quartil) werden der Spitzengruppe zugeteilt, die Hochschulen der nächsten 50 Prozent der Rangwerte (2. und 3. Quartil) der Mittelgruppe und die letzten 25 Prozent der Rangwerte (4. Quartil) der Schlussgruppe.

Wenn Werte an den Gruppengrenzen sehr dicht beieinander liegen, orientiert sich die Gruppeneinteilung an deutlichen Unterschieden in den Werten ("Sprungstellen"), in diesen Fällen werden dann alle Hochschulen mit ähnlichen Ergebnissen noch der besseren Gruppe zugeschlagen.

Fakten: Rating-Verfahren

Für andere Fakten-Indikatoren wird das Rating-Verfahren verwendet. Die Gruppenzuordnung geschieht dann nicht - wie bei der Quartilsbildung - auf Grundlage der Verteilung der Werte, sondern anhand fester Grenzen. Dadurch ist es theoretisch möglich, dass z.B. alle Fachbereiche die Spitzengruppe erreichen. Im CHE Hochschulranking werden sowohl eindimensionale als auch mehrdimensionale Rating-Indikatoren verwendet:

Einen eindimensionalen Rating-Indikator stellt z.B. der Indikator Abschlüsse in angemessener Zeit dar. Hier wird lediglich der Anteil der Studienabschlüsse innerhalb eines bestimmten Zeitraumes betrachtet. Auch bei dem in der Befragung der Professorinnen und Professoren ermittelten Indikator Forschungsreputation werden feste Gruppengrenzen verwendet.

Bei mehrdimensionalen Rating-Indikatoren werden dagegen verschiedene Informationen zu einem Indikator zusammengefasst. Dadurch werden Einzelaspekte nicht unangemessen stark gewichtet, sondern es führt vielmehr eine Mischung verschiedener Aspekte zu einem Gesamtbild. Es ist auch möglich, in die Spitzengruppe zu gelangen, wenn nicht in allen betrachteten Kriterien Spitzenwerte erzielt werden.

So setzt sich der Indikator Internationale Ausrichtung und aus insgesamt vier Bewertungsaspekten zusammen, die Indikatoren Kontakt zur Berufspraxis und Ausmaß der Verzahnung im dualen Studium aus jeweils drei. Bei diesen Indikatoren gibt es keine Standardsetzung über alle Fächer hinweg, sondern eine fächerspezifische Punktevergabe. Bei dem ebenfalls als mehrdimensionaler Rating-Indikator konzipierten Indikator Unterstützung am Studienanfang werden dagegen für alle Fächer dieselben Maßstäbe angesetzt.