Das CHE Hochschulranking richtet sich an alle, die ein Studium anfangen wollen, aber noch nicht wissen wo, sowie an Studierende, die an eine andere Hochschule wechseln möchten. Nicht alle Abiturientinnen und Abiturienten können von ihren Eltern, Verwandten und Bekannten eine umfassende Beratung zur Studienfach- und Studienortwahl erwarten. Qualifizierte Informationen über Hochschulen und Studienbedingungen sollen aber für alle Studieninteressierten zugänglich sein, Hemmschwellen abgebaut und Unsicherheiten bei der Studienortwahl somit verringert werden.
Ja, es entspricht den allgemeinen Standards empirischer Sozialforschung und speziellen Standards für Rankings, diese Tatsache findet weltweit Anerkennung. Fragebogengestaltung, Stichprobenziehung und Datenauswertung aller Teilerhebungen entsprechen den üblichen Standards empirischer Sozialforschung. Die methodischen Grundprinzipien (Fachbezogenheit, Multi-Dimensionalität, Ranggruppenbildung) wurden in verschiedenen internationalen Vergleichsstudien über Hochschulrankings als beispielhaft gewürdigt (z.B. European University Association (EUA); OECD). Darüber hinaus genügt es den Standards für „gute“ Rankings, die von der von der UNESCO initiierten International Ranking Expert Group (IREG) entwickelt wurden.
Im "Ranking kompakt" werden sowohl im Internet als auch in dem ZEIT-Studienführer vier bis fünf ausgewählte Kriterien dargestellt. Für jedes Fach werden bis zu 34 unterschiedliche Kriterien gerankt, die sich beispielsweise auf die Studienorganisation eines Studienganges, die internationale Ausrichtung der Lehre, die Ausstattung oder die Forschungsaktivitäten am Fachbereich beziehen. Da im CHE Hochschulranking Werte unterschiedlicher Kriterien nicht zusammengefasst werden, gibt es somit auch bis zu 34 verschiedene Ranglisten je Fach. Es wurden daher für eine erste Orientierung Kriterien ausgewählt, von denen angenommen werden kann, dass sie von besonderem Interesse für das jeweilige Fach sind. Die ausgewählten Indikatoren sind für die einzelnen Fächer unterschiedlich.
In diesem Video erläutern wir die Auswahl der dieser Indikatoren noch einmal:

Im Internet gelangt man vom Ranking kompakt auf die Detailseiten, auf denen die Indikatoren im Einzelnen mit den entsprechenden Werten und Ranggruppen dargestellt sind. Es werden auch Kriterien im Ranking kompakt ausgewiesen, die beschreibend und nicht gerankt sind. Dies ist die Zahl der Studierenden am Fachbereich, um eine Vorstellung über die Größe des Fachbereichs zu vermitteln, sowie im Fach Physik das Forschungsprofil des Fachbereichs.
Um die Forschungsaktivität von Fakultäten zu vergleichen, lassen sich quantitativ messbare Größen finden, die aussagekräftige Vergleiche ermöglichen. Zum Beispiel werden Forschungsergebnisse in der Wissenschaft insbesondere über Veröffentlichungen bekannt gemacht. Mit Hilfe von bibliometrischen Analysen lassen sich Kennzahlen wie Publikationen pro Professor für die Publikationsaktivität und ggf. Zitationen pro Publikation für die Publikationswirkung ermitteln. Obwohl auch als Input-Größe anzusehen, können Forschungsgelder Auskunft über die Forschungsleistung einer Fakultät geben, da die Geldgeber mit den Zuweisungen auch die Hoffnung auf tragfähige Ergebnisse verknüpfen. Da sich mehrere Forscher um einen begrenzten Geldbetrag bewerben, erhält hier der aussichtsreichste Konkurrent den Zuschlag. Betrachtet man mehrere dieser Indikatoren im Zusammenklang, so lassen sich forschungsaktive Fakultäten erkennen.
Das CHE Ranking richtet sich an Studieninteressierte. Es soll ihnen bei der Wahl der Hochschule eine Hilfestellung geben und ihnen den Überblick über die Hochschullandschaft erleichtern. Hierfür erhebt das CHE Urteile von Studierenden und Fakten (z.B. Absolventenzahlen, Studierendenaustausch, Promotionen, Forschungsgelder oder Veröffentlichungen). Aus der Kombination dieser Urteile und Fakten ergibt sich ein differenziertes Bild der Leistung der Hochschulen in Lehre und Forschung. Die Studierendenurteile im CHE Ranking geben dabei Auskunft darüber, wie die derzeitigen Studierenden einer Hochschule ihre Studiensituation (z.B. die Räume, die Bibliotheken, die Möglichkeiten zum Auslandsstudium, die Betreuung) beurteilen. Die Leistungsfähigkeit der einzelnen Studierenden hingegen wird in der Studierendenbefragung nicht gemessen. Das bedeutet, dass man aus dem Abschneiden eines Fachbereichs in der Studierendenbefragung nicht auf die Qualität der Absolventen schließen kann, sondern man lediglich davon ausgehen kann, dass Studierende aus einem "gut gerankten" Fachbereich bessere Studienbedingungen vorgefunden haben. Durch die Studierendenbefragung können Schwächen in den Studienbedingungen an einzelnen Hochschulen offensichtlich werden. Hierdurch kann ein Veränderungs- und Verbesserungsprozess in Gang gesetzt werden, der letztlich wieder den Studierenden zugute kommt.
Seit 1998 erscheint jährlich im Mai das CHE Hochschulranking, seit 2005 erscheint es bei der Wochenzeitung DIE ZEIT. Die Ergebnisse werden in der Wochenzeitung DIE ZEIT, in einem Sonderheft ZEIT Studienführer und im Internet unter www.zeit.de/che-ranking veröffentlicht. Konzeption, Datenerhebung und -auswertung liegen allein in der Verantwortung des CHE. Der Kooperationspartner DIE ZEIT übernimmt Publikation, Vertrieb und Marketing.
Neben Fakten zu verschiedenen Bereichen enthält das Hochschulranking eine Reihe von Studierendenurteilen. Im Gegensatz zur häufig geäußerten Meinung, es handele sich um reine "Wohlfühlindikatoren" sind sie durchaus aussagefähig, sofern die Fragen detailliert genug gestellt sind. Wiederholte Untersuchungen desselben Faches zeigen zudem, dass sich die Ranggruppenzuordnung der Studierendenurteile an den meisten Hochschulen kaum ändert. Allerdings schlagen sich tatsächliche Verbesserungen wie z.B. eine veränderte Studienorganisation oder der Umzug einer Fakultät in neue Räumlichkeiten deutlich nieder - ein Zeichen dafür, dass Studierende durchaus nach objektiven Kriterien bewerten.
Aufgrund des Verfahrens der Ranggruppenbildung ist es durchaus möglich, dass Hochschulen mit gleichem Mittelwert bei einem Urteil in verschiedenen Ranggruppen landen, da bei der Gruppenzuordnung nicht nur der Mittelwert, sondern auch die Streuung der Urteile an einer Hochschule berücksichtigt werden, d.h. die Tatsache, wie einig sich die Studierenden in ihren Urteilen sind.

Das bedeutet, dass eine Hochschule mit einem Mittelwert von z.B. 2,5 in der Schlussgruppe landet, wenn ein bestimmtes Streuungsintervall um diesen Mittelwert vollständig schlechter ist als der Gesamtmittelwert aller Hochschulen, d.h. die Studierenden recht übereinstimmend schlecht geurteilt haben. Eine Hochschule mit gleichem (oder sogar geringfügig schlechterem) Mittelwert kann dann in der Mittelgruppe landen, wenn in der Hochschule einige gut und einige schlecht geurteilt haben, die Streuung also recht groß ist und das Streuungsintervall (statistisch gesprochen: Konfidenzintervall um den Mittelwert) dadurch nicht komplett schlechter ist als der Gesamtmittelwert für das Fach.

Das Verfahren sichert so, dass eine Hochschule nur dann in die Schluss- bzw. in die Mittelgruppe kommt, wenn die Streuung der Urteile an der Hochschule nicht zu groß ist. Damit ist statistisch gesprochen auch sichergestellt, dass sich die Schlussgruppe signifikant, d.h. überzufällig, von der Spitzengruppe unterscheidet.
Häufig wird dem Hochschulranking vorgeworfen, dass es nur subjektive Meinungen und Urteile über die Hochschulen beinhaltet, die kein tatsächliches Bild der Situation an den Hochschulen zeichnen könnten. Dieser Vorwurf trifft auf manche Rankings zu, die beispielsweise ausschließlich Studierende oder Professoren oder Arbeitgeber zu ihren Einschätzungen befragt haben. Er gilt aber nicht für das CHE Hochschulranking. Der Ansatz dieses Rankings ist es gerade, aus verschiedenen Perspektiven ein genaues und differenziertes Bild der Studienbedingungen und der Leistungen der Hochschulen zu gewinnen. Hierzu zählen Einschätzungen und Urteile der Studierenden über das Studium an ihrer eigenen Hochschule ebenso wie Fakten und Tatsachen. Die Studierenden sind diejenigen, um die sich die Veranstaltung Hochschule dreht - sie können die Studienbedingungen und die Lehre kompetent beurteilen. Das Ranking umfasst aber weitaus mehr. Aus verschiedenen Datenquellen werden eine Reihe von Fakten über die Hochschulen zusammengetragen: Die Indikatoren, die gerankt werden, umfassen - je nach Fach - z.B. die internationale Ausrichtung der Studiengänge, den Kontakt zur Berufspraxis im Studium oder den Anteil der Studierenden, die ihr Studium in der Regelstudienzeit plus ein bzw. zwei Semester absolvieren.
Das CHE Hochschulranking erscheint jeweils Anfang Mai. Im Mai 2020 sind die Daten für die wirtschaftswissenschaftlichen Fächer, Soziale Arbeit, Wirtschaftsrecht, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftspsychologie und Jura veröffentlicht worden. Derzeit laufen die Untersuchungen für das CHE Hochschulranking 2021, in dem die Daten der Fächer Informatik, Mathematik, Physik, Pharmazie, Politikwissenschaft, Medizin, Zahnmedizin, Pflegewissenschaft, Geowissenschaften, Geographie sowie Sportwissenschaft, Chemie und Biologie aktualisiert werden.
Die im Hochschulranking präsentierten Daten werden in einem dreijährigen Turnus aktualisiert und stammen somit aus verschiedenen Erhebungen. 2018 wurden die Fächer Informatik, Mathematik, Physik, Pharmazie, Politikwissenschaft, Medizin, Zahnmedizin, Pflegewissenschaft, Geowissenschaften, Geographie sowie Sportwissenschaft, Chemie und Biologie untersucht. Im Ranking 2019 wurden die Daten aktualisiert in den Fächern Anglistik/Amerikanistik, Germanistik, Romanistik, Erziehungswissenschaft, Psychologie, Architektur, Bau- und Umweltingenieurwesen, Elektrotechnik und Informationstechnik, Maschinenbau, Werkstoff-/Materialwissenschaften, Mechatronik, Chemieingenieurwesen, Bioingenieurwesen, Verfahrenstechnik, Umweltingenieurwesen. Im aktuellen Ranking 2020 wurden die Fächer BWL, VWL, Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsrecht, Jura, Soziale Arbeit und erstmalig Wirtschaftspsychologie untersucht.
Das CHE hat - im Gegensatz zu einigen anderen Rankings - bewusst darauf verzichtet, auch Arbeitgeber nach den "besten Unis" zu fragen. Dies hat eine ganze Reihe von Gründen. Zum einen ist es nicht so, dass der Ruf der Hochschule von der man kommt bei Bewerbungen so wichtig ist, wie manchmal suggeriert wird. Zum anderen sprechen auch methodische Gründe gegen eine Befragung von Arbeitgebern. Eine solche Befragung würde oft nur bestehende Vorurteile verfestigen. Häufig wird in solchen Befragungen auch die Hochschule genannt, an der man selbst studiert hat. Es ist nicht nur einmal vorgekommen, dass Arbeitgeber in Rankings Hochschulen als Spitze bezeichnet haben, an denen man das Fach überhaupt nicht studieren kann.
Die im Ranking enthaltenen Fächer decken die Studiengänge von rund 80 Prozent der Studienanfänger ab. Die nicht enthaltenen Fächer sind größtenteils Fächer, die nur an sehr wenigen Hochschulen angeboten werden, oder in denen nur relativ wenige Studierende pro Hochschule eingeschrieben sind.
Es handelt sich um ein relatives Ranking, d.h. jede Hochschule wird bei jedem Indikator relativ zu den anderen und dadurch auch zum Gesamtbild eines Indikators gerankt. Wenn nun die Studierenden aller Hochschulen beispielsweise mit der IT-Infrastruktur sehr zufrieden sind, kann man bereits mit einem absolut gesehen noch recht guten Wert wie 2,5 in die Schlussgruppe geraten.
Das CHE veröffentlicht keine Rohdaten aus der Studierendenbefragung, um die persönlichen Daten der teilnehmenden Studierenden zu schützen. Die Studierenden werden u.a. nach ihrem Alter, ihrem Geschlecht, ihrer Semesterzahl usw. gefragt. Es besteht bei einigen Studierenden, insbesondere wenn sie in kleineren Studiengängen eingeschrieben sind, die Befürchtung, für ihre Professorinnen und Professoren identifizierbar zu sein. Das CHE ist daran interessiert, dass die Studierenden unbefangen und anonym ihre Beurteilung über ihre Studienbedingungen abgeben können, und sichert ihnen deshalb zu, dass die Daten nicht an Dritte weitergegeben werden. Um trotzdem dem Informationsbedürfnis der Hochschulen gerecht zu werden, stellt das CHE Mitgliedern der teilnehmenden Hochschulen (Hochschulleitung, Dekan(inn)en, Fachschaften etc.) kostenlos zusammenfassende Detailauswertungen der Studierendenbefragungsergebnisse der eigenen Hochschule bzw. des eigenen Fachbereichs zur Verfügung. Außerdem veröffentlicht das CHE kostenlos als PDF-Download die im CHE Ranking verwendeten Fragebögen sowie eine detaillierte Beschreibung der Untersuchungsmethoden auf seiner Website zur Ranking-Methodik und stellt sich somit der wissenschaftlichen Diskussion. Mithilfe der veröffentlichten Fragebögen und der Methodenbeschreibung können interessierte Personen die Untersuchungen wiederholen. In der Vergangenheit wurde die Befragung bereits an zahlreichen Fachbereichen wiederholt, wobei die Ergebnisse mit denen des CHE Rankings in der Regel übereinstimmten.
Das CHE Hochschulranking weist statt einzelner Rangplätze Ranggruppen aus. Es erfolgt eine Zuordnung der Hochschulen zur Spitzen-, Mittel- oder Schlussgruppe. Grund: Vergibt man Rangplätze, dann besteht die Gefahr, dass kleine Unterschiede, die durch Zufallsschwankungen zustande kommen, als wirkliche Unterschiede missinterpretiert werden. Wenn die Hochschulen dicht beieinander liegen, kann es außerdem dazu kommen, dass minimale Unterschiede viele Rangplätze ausmachen. Das Ranggruppen-Verfahren stellt dagegen sicher, dass sich die Spitzen- und die Schlussgruppe statistisch bedeutsam vom Gesamtmittelwert unterscheiden. Die Unterschiede innerhalb der Gruppen sind dagegen als nicht bedeutsam anzusehen, deshalb werden die Hochschulen in den verschiedenen Ranglisten innerhalb einer Gruppe auch immer alphabetisch sortiert.
Bei dem für ein solch differenziertes Ranking erforderlichen Arbeitsaufwand ist es nicht möglich, die Daten für sämtliche Fächer jedes Jahr zu aktualisieren. Dies würde sowohl unsere Kapazitäten als auch die Kapazitäten der Hochschulen, die für das Ranking eine erhebliche Menge an Zuarbeit leisten, übersteigen. In den meisten Fällen werden keine Werte dargestellt, die sich auf ein Jahr beziehen, sondern Durchschnittswerte über mehrere Jahre (z.B. Publikationen, Forschungsgelder). Diese Werte können sich schon rein rechnerisch innerhalb eines Jahres nicht gravierend ändern. Dass sich z.B. bei den Publikationen oder bei der Bibliotheksausstattung innerhalb eines Jahres gravierende Änderungen ergeben, ist darüber hinaus äußerst unwahrscheinlich.
Zwar ist die Umstellung auf das Bachelor- und Mastersystem mittlerweile abgeschlossen, allerdings gibt es in vielen Masterprogrammen oft zu wenige Studenten, um einen statistisch ausreichenden Rücklauf bei der Studierendenbefragung zu erzielen. Bei den Lehramtsstudenten in den Fächern Biologie und Sport und im Fach Architektur wurden jedoch auch die Urteile der Masterstudenten berücksichtigt.
Forschungsergebnisse werden in der Wissenschaft insbesondere über Veröffentlichungen bekannt gemacht. Bibliometrische Analysen dienen dazu, die Publikationsaktivität und ggf. die Publikationswirkung der Wissenschaftler an Universitäten in den untersuchten Studienfächern abzubilden. Prinzipiell basiert die für das CHE Hochschulranking durchgeführte Publikationsanalyse nicht auf einer Vollerhebung aller Publikationen des betrachteten Zeitraums, sondern auf Abfragen in Fachdatenbanken, deren Inhalte zumindest gewissen Qualitätsansprüchen genügen. Wichtiger als Vollständigkeit ist für ein relatives Ranking die gleichmäßige Abdeckung der Publikationen für alle beteiligten Fakultäten. Abgefragt werden Publikationen von Professor(inn)en und wissenschaftlichen Mitarbeiter(innen) (im Fach Medizin und Zahnmedizin lediglich die Publikationen der Professor(inn)en), ausgewiesen wird der Indikator "Veröffentlichungen pro Wissenschaftler", "Veröffentlichungen pro Professor" oder "Veröffentlichungen pro Jahr". Handelt es sich bei der benutzten Datenbank um den (Social) Science Citation Index, so lässt sich auch die Wirkung einer Veröffentlichung anhand der Zitationen messen und als "Zitationen pro Publikation" ausweisen.
Die Reputation der Hochschulen in der Forschung wird nurmehr in wenigen Fächern an Universitäten durch die Professor(inn)enbefragung ermittelt, im aktuellen Ranking wird die Forschungsreputation für die Fächer BWL, VWL, Medizin und Zahnmedizin, Geographie, Geowissenschaften und Politikwissenschaft ausgewiesen. Die Universitäts-Professor(inn)en werden gebeten, bis zu fünf Hochschulen zu nennen, die sie in ihrem Fach in der Forschung als führend erachten. Innerhalb der Fach-Community, d.h. unter den Professor(inn)en eines Faches, gibt es in der Regel ein klares Bild über das Ansehen bzw. den Ruf der einzelnen Fakultäten. Auch wenn die Professor(inn)en nicht alle Fakultäten ihres Faches im Einzelnen genau kennen, existiert doch diese Reputations-Hierarchie in den Köpfen. Dieser Indikator spiegelt die Meinung der Professor(inn)en wider; er ist kein Indikator für die Leistungsfähigkeit der Hochschulen! Der Ruf einer Fakultät kann, muss aber nicht mit ihren faktischen Leistungen in der Forschung übereinstimmen. Es kann Fakultäten geben, die nach wie vor von Leistungen in der Vergangenheit zehren; umgekehrt gibt es aber auch Fakultäten, deren Leistungen in der Professor(inn)enschaft noch nicht anerkannt werden. Dennoch kann dieser Indikator eine sinnvolle Information sein - nicht zuletzt wird der Ruf einer Hochschule auch mit den Absolventen in Verbindung gebracht werden. Bei dem Indikator Forschungsreputation bilden die Universitäten, die von mindestens 25 Prozent der Professor(inn)en genannt werden, die Spitzengruppe. Im Fach Politikwissenschaft wurde neben der Anzahl der Nennungen auch die Zahl der Professor(inn)en des Faches am Standort berücksichtigt. Dafür wurde der Quotient aus erhaltenen Nennungen und erwarteten Nennungen berechnet. Universitäten mit einem Quotient größer als 1 wurden als überdurchschnittlich bewertet und damit der Spitzengruppe zugerechnet.
Das CHE Centrum für Hochschulentwicklung ist eine unabhängige, gemeinnützige Einrichtung, die Vorschläge für die Verbesserung des Hochschulsystems erarbeitet und gleichzeitig auch Informationen für Studieninteressierte und Studierende bereitstellt. Das CHE wird von der Bertelsmann Stiftung und der Hochschulrektorenkonferenz als gleichberechtigten Gesellschaftern getragen. Diese Anbindung an die Hochschulen ist dem CHE seit seiner Gründung wichtig und durch vielfältige Netzwerke in die Hochschullandschaft gewachsen. Weitere Informationen zum CHE finden Sie unter www.che.de.
Untereinander gewichtet werden die verschiedenen Kriterien nicht, da im CHE Ranking kein Gesamtergebnis für eine Hochschule, einen Fachbereich oder einen Studiengang berechnet wird. Für einen solchen Gesamtwert gäbe es weder eine theoretische noch empirische Grundlage. Stattdessen ist das Ranking multidimensional und lässt die einzelnen Kriterien neben einander stehen. Die Entscheidung über die Bedeutung der Kriterien bleibt den Nutzerinnen und Nutzern überlassen, die sich online ein persönliches Ranking mit eigenen Entscheidungspräferenzen und Prioritäten erstellen können.
Der Aufwand beträgt pro Fachbereich erfahrungsgemäß ca. 2-3 Tage, allerdings wird die Befragung des jeweiligen Fachs nur alle drei Jahre durchgeführt. Als Ergebnis werden Studieninteressierten im Online-Ranking profilbeschreibende und vergleichende Informationen zur Verfügung gestellt, die in dieser gleichermaßen komprimierten und detaillierten Aufbereitung an anderer Stelle nicht zu finden sind. Hierauf sind insbesondere Studieninteressierte aus bildungsfernen Elternhäusern, die bei der Studien- und Hochschulwahl nicht auf familiäre Unterstützung und Ressourcen zurückgreifen können, angewiesen. Daher scheint uns der Aufwand angesichts des Nutzens für Studieninteressierte durchaus vertretbar zu sein. Als unentgeltlichen Service erhalten die Hochschulen darüber hinaus Detailauswertungen zur Befragung ihrer Studierenden, zum Praxisbezug sowie zur internationalen Ausrichtung, und können dadurch Rankingergebnisse zur Unterstützung interner Planungen und Entscheidungen heranziehen. Der Aufwand für die Hochschulen wird minimiert. indem z.B. Daten aus vorherigen Erhebungen in aktuelle Befragungen eingespielt werden oder einzelne Fragen direkt an die fachlichen Experten in der Hochschulverwaltung weitergeleitet werden können.
Die Zuordnung zu den drei farblich markierten Ranggruppen (grün = Spitze, gelb = Mitte, blau = Schluss) erfolgt nach unterschiedlichen Methoden. Bei gerankten FAKTEN gelangen die besten 25% in die Spitzengruppe, die schlechtesten 25% bilden die Schlussgruppe, der Rest wird in die Mittelgruppe einsortiert. Bei der REPUTATION BEI PROFESSOREN bilden die Universitäten, die von mindestens 25 % der Professor(inn)en und die Fachhochschulen, die von mindestens 15% der Professor(inn)en genannt wurden, die Spitzengruppe, der Rest wird der Mittelgruppe zugeordnet. Bei den mehrdimensionalen Faktenindikatoren erfolgt die Gruppenzuteilung anhand festgelegter Punktwerte und nicht durch den Vergleich der Hochschulen untereinander. Für die STUDIERENDENURTEILE gehen neben dem jeweiligen Hochschulmittelwert auch die Streuung der Urteile und die Anzahl der Antworten (Fallzahl) in die Zuordnung ein. Eine genaue Beschreibung des statistischen Verfahrens zur Einteilung der Studierendenurteile in Ranggruppen finden Sie hier .
Das Hochschulranking ist ein multidimensionales Ranking mit bis zu 34 Vergleichsindikatoren pro Studienfach. Hinzu kommt eine Fülle weiterer Informationen, die nicht gerankt werden. Bei der riesigen Anzahl von Einzelinformationen stellt sich ein komplexes Präsentations- und Bewertungsproblem. Darüber hinaus sind sowohl die Ansprüche als auch die Vorkenntnisse der verschiedenen Zielgruppen des Rankings sehr unterschiedlich. Um dem gerecht zu werden wurde eine mehrstufige Informationsstrategie entwickelt:

In der ZEIT wird über zentrale Ergebnisse des Rankings berichtet. Gleichzeitig wird auf weitere Ergebnisse im ZEIT Studienführer sowie im Internet verwiesen. Das Thema Hochschulen, Ranking und Hochschulwahl soll damit einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Im ZEIT Studienführer, der sich ganz speziell an Studieninteressent(inn)en richtet, wird das Abschneiden der Fachbereiche bei zentralen Indikatoren wie z.B. dem Gesamturteil der Studierenden dargestellt. Die dargestellten Indikatoren hat das CHE gemeinsam mit einem Fachbeirat für die einzelnen Fächer zusammengestellt. Im Internet www.zeit.de/che-ranking werden sowohl die ausgewählten und verdichteten Informationen aus dem ZEIT Studienführer als auch die detaillierten Ergebnisse vollständig dargestellt. Das Internet bietet auch die interaktive Möglichkeit, Daten zu sortieren, selektieren und mit einem Mausklick zwischen den einzelnen Darstellungsformen und -ebenen zu wechseln.

Einen ersten Überblick über alle Hochschulen, die ein bestimmtes Fach anbieten, erhält das "Ranking kompakt" mit der Übersicht, welchen Ranggruppen die Hochschulen bei 4-6 ausgewählten, zentralen Indikatoren zugeordnet wurden. Das "Ranking kompakt" wird auch im ZEIT Studienführer abgedruckt. Dort wird jedoch auf diejenigen Fachbereiche verzichtet, für die lediglich ein Wert ausgewiesen werden kann. Über einen Klick auf den Hochschulnamen kommt man direkt zur entsprechenden Fachbereichs-Detailseite und findet dort die gesamten Daten für den Fachbereich. Hierzu zählen eine Reihe von Fakten, die Urteile der Studierenden, die Reputation unter den Professor(inn)en, aber auch eine Beschreibung von Besonderheiten des Fachbereichs und der Studiengänge. Eine besondere Art der Informationen bietet das persönliche Ranking. Durch die Auswahl und Gewichtung von bis zu 6 Indikatoren kann man eine Rangliste nach den eigenen Wünschen und Präferenzen erstellen. Als Ergebnis werden neben der Rangruppenzugehörigkeit auch die genauen Werte ausgewiesen. Mit der Möglichkeit, innerhalb eines Faches ausgewählte Hochschulen bezüglich aller Indikatoren unmittelbar miteinander zu vergleichen, bietet das Ranking eine weitere vergleichende Übersicht an.

Das CHE Ranking bietet eine umfangreiche Abbildung der Profile der Fachbereiche anhand der Vielfalt von Daten: vergleichende (gerankte) Indikatoren und beschreibende Informationen. Die beschreibenden Informationen werden ausschließlich von den Fachbereichen bereitgestellt, dies können sie nutzen, um ihr Profil und die Besonderheiten von Studiengängen hervorzuheben.
Die Befragung der Professorinnen und Professoren sowie der Studierenden erfolgt ausschließlich online. Die Professorinnen und Professoren erhalten vom CHE per E-Mail einen Zugang zum Online-Fragebogen. Dieses Passwort stellt sicher, dass nur die angeschriebenen Professorinnen und Professoren den Fragebogen im Internet beantworten können und dass dies nur einmal geschieht. Die Passwörter werden den E-Mail-Anschreiben völlig zufällig zugeordnet. Die Befragung ist anonym. Es werden keine Versuche unternommen, anhand von Angaben in dem Fragebogen Rückschlüsse auf einzelne Personen zu ziehen. Die Studierenden werden durch die Studierendensekretariate / Immatrikulationsämter der jeweiligen Hochschule angeschrieben und erhalten per Briefpost oder per E-Mail den Zugang zum Online-Fragebogen. Dazu erhält die Hochschule vom CHE bereits verschlossene Umschläge, auf die lediglich die Adresse der Studierenden aufgeklebt oder aufgedruckt wird, bei Versand per E-Mail werden über das Immatrikulationsamt zufällig Passwörter den Empfängern zugeordnet. Das CHE bekommt von der Hochschule die Rückmeldung, wie viele Fragebögen verschickt wurden und hat daher keinerlei Hinweise darauf, welche Studierenden angeschrieben wurden. Auch bei der Befragung der Studierenden gilt, dass das Passwort allein dem Zweck dient, sicherzustellen, dass nur die angeschriebenen Studierenden den Fragebogen im Internet beantworten können und dass dies nur einmal geschieht. Die Passwörter werden den Anschreiben zufällig zugeordnet. Weder das CHE noch die Hochschule können ermitteln, wer sich an der Befragung beteiligt bzw. nicht beteiligt hat.
Die Vorgehensweise zum Ranking sowie sämtliche Ranking-Kriterien werden auf der CHE Ranking Webseite detailliert erläutert. Die den Erhebungen zugrundeliegenden Fragebögen sind frei zugänglich. Methodische Fragen präsentiert und diskutiert das CHE regelmäßig in den Fachbeiräten, die sich aus Vertretern der Fachgesellschaften, Fachbereichs- und Fakultätentagen und studentischen Vertretern zusammensetzen, sowie einem wissenschaftlichen Beirat.
Alle Hochschulen, die ein Studienfach anbieten, das in das Ranking aufgenommen wurde, finden Sie in der Online-Version des Rankings und im Ranking kompakt für das jeweilige Fach. Eine weitere Möglichkeit ist die Suche: einfach den gesuchten Studiengang oder Schwerpunkt eingeben und auf "ok" klicken. Es werden dann alle Studiengänge in der Datenbank durchsucht sowie alle Texte, die uns die Fachbereiche über ihr Studienangebot zur Verfügung gestellt haben.
Weitere, im Ranking nicht aufgelistete Studienangebote finden Sie im Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz oder der ZEIT Online Studiengangssuche .
Das CHE entwickelt und entscheidet über die Ranking-Kriterien in Absprache mit den jeweiligen Fachvertretern (Fachbeirat, in dem Fakultäten- und Fachbereichstage u. Fachgesellschaften sowie Studierendenvertreter vertreten sind). Die verwendeten Kriterien werden von Fach zu Fach und von Hochschultyp zu Hochschultyp (z.B. Uni, FH/HAW) festgelegt. Es werden insbesondere solche Kriterien ausgewählt, die für Studieninteressierte bei der Wahl ihrer Hochschule interessant sein können.