Indikator Abschlüsse in angemessener Zeit

Dieser Fakten-Indikator misst den Anteil der Absolventinnen und Absolventen, die ihren Studienabschluss in "angemessener Zeit" erreicht haben. Dies erlaubt Hinweise darauf, inwieweit im jeweiligen Studiengang die Studierbarkeit gegeben ist, d.h. die Möglichkeit besteht, das Studium entweder in der Regelstudienzeit oder 1-2 Semester länger abzuschließen.

Zur Berechnung des Indikators werden in der Fachbereichsbefragung erhobene Daten zu den Studienabschlüssen nach Fachsemestern verwendet. Für Fachbereiche, die sich nicht beteiligen werden alternativ Daten aus der Absolventenstatistik des Statistischen Bundesamtes herangezogen.

Berechnung

Angegeben wird der Anteil (in %) der Absolventen, die das Studium innerhalb der Regelstudienzeit oder maximal zuzüglich ein Semester bzw. zwei Semester beendet haben.

Für die Bachelorstudiengänge und das Staatsexamen in Pharmazie, Medizin und Zahnmedizin wird die Regelstudienzeit plus max. zwei Semester zugrunde gelegt. Für die Gruppenzuordnung gilt:
- Anteil der Absolventen max. in der Regelstudienzeit plus zwei Semester >= 80 %: Spitzengruppe
- Anteil der Absolventen max. in der Regelstudienzeit plus zwei Semester >= 50 - <80 %: Mittelgruppe
- Anteil der Absolventen max. in der Regelstudienzeit plus zwei Semester < 50 %: Schlussgruppe

Für die Masterstudiengänge wird wegen der insgesamt kürzeren Studiendauer grundsätzlich die Regelstudienzeit plus max. ein Semester für die Berechnung der Abschlüsse in angemessener Zeit herangezogen. Die Gruppengrenzen entsprechen denen für die Bachelorstudiengänge, also:

- Anteil der Absolventen max. in der Regelstudienzeit plus ein Semester >= 80 %: Spitzengruppe
- Anteil der Absolventen max. in der Regelstudienzeit plus ein Semester >= 50 - <80 %: Mittelgruppe
- Anteil der Absolventen max. in der Regelstudienzeit plus ein Semester < 50 %: Schlussgruppe

Im Fach Wirtschaftsinformatik wird abweichend davon auch für die Masterstudiengänge die Regelstudienzeit plus maximal zwei Semester zugrunde gelegt.

Ergebnisse für diesen Indikator werden berechnet, sofern Daten zu Absolvent*innen für zwei akademische Jahre (SoSe+WS) vorliegen. In beiden Studienjahren muss es darüber hinaus mindestens 10 Abschlüsse gegeben haben. Die Werte und Ranggruppen-Zuordnungen werden zunächst auf Studiengangsebene berechnet und ausgewiesen, sofern die Daten den Studiengängen zuzuordnen sind (nicht möglich bei den Daten des Statistischen Bundesamtes).

Auf der Fachbereichsebene (Fachbereichsdetailseite) wird dann entweder für den gesamten Fachbereich oder je Teilfach ein Gesamtwert für alle Studiengänge desselben Abschlusstyps (Bachelor, Staatexamen, Masterstudiengänge) ausgewiesen. Dafür werden die Daten für alle Studiengänge einer Abschlussart zusammengefasst, also das (um die Anzahl der Abschlüsse) gewichtete Mittel aus den Ergebnissen der einzelnen Studiengänge verwendet. Dabei werden aber nur die Studiengänge einbezogen, die die oben genannten Kriterien (mind. 10 Abschlüsse/Jahr, Daten für zwei Jahre) erfüllen. Abweichend davon wird für die Architektur der Wert für den Kern-Studiengang Architektur (Bachelor oder Master) verwendet.

Sofern Angaben des Statistischen Bundesamtes verwendet werden, werden die Daten getrennt nach Abschlussart, aber zusammengefasst für eine Fächergruppe ausgewiesen, da das Statistische Bundesamt nur nach Fach und Abschlussart und nicht nach einzelnen Studiengängen oder deren Zuordnung zu organisatorischen Einrichtungen (Fachbereichen) der Hochschulen differenziert. Liegen lediglich die Daten des Statistischen Bundesamtes vor, wird für die einzelnen Studiengänge (Studiengangs-Detailseiten im Ranking) aufgrund der fehlenden Differenzierungsmöglichkeit kein Wert ausgewiesen.

Für das Fach Pharmazie werden die Daten des Instituts für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) verwendet.