Datenbasis für die Publikationsanalyse im Fach Informatik bildet ein Auszug der fachspezifischen Datenbank dblp: computer science bibliography. Diese Datenbank wird von Schloss Dagstuhl - Leibniz-Zentrum für Informatik und der Uni Trier erstellt (http://dblp.uni-trier.de/). Die Datenbank beinhaltet zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des CHE Hochschulrankings 2018 über 4 Mio. Publikationen veröffentlicht von mehr als 2 Mio. Autoren (Stand April 2018).

Dazu wurde dem CHE vom Leibniz-Zentrum für Informatik ein Auszug der Publikationen aus dem aktuellen dblp-Datenbestand für jeden Fachbereich auf Basis von Namenslisten bereitsgestellt. Bei der Erstellung des Datenbankauszugs wurde gefiltert nach:

  • Publikations-Jahr: 2014, 2015 oder 2016 und
  • Publikations-Typ: "Journal Article", "Conference/Workshop Paper", „Books and Theses“ oder „Parts in Books or Collections“ (insbesondere ohne "Informal Publications").

Durch das Leibniz-Zentrum für Informatik wurde eine händische und algorithmische Nachkontrolle des Datenauszuges im Hinblick auf Korrektheit und Vollständigkeit des Datenabrufs vorgenommen. Grundlage bildete dazu eine primär auf der Koautor-Relation basierende Netzwerkanalyse, mit deren Hilfe inakkurate Anfragenamen erkannt sowie homonyme und synonyme Autorenidentitäten aufgefunden werden können. Auffällige Datensätze wurden händisch recherchiert und ggf. korrigiert.

Die Namenslisten der Professoren und promovierten wissenschaftlichen Mitarbeiter (und sofern verfügbar die dblp-ID) wurden im Rahmen der Vorerhebung zum CHE Ranking an den Fachbereichen erhoben (Stichtagsregelung). Bei Fachbereichen, die sich nicht beteiligen, wurden die Namen der Professoren und promovierten Wissenschaftler durch das CHE recherchiert. Die Zuordnung der Publikationen zu den Fachbereichen erfolgte somit auf Basis einer namensbezogenen Abfrage. Bei dieser Methodik wird eine Publikation für den Fachbereich gewertet, an dem der Wissenschaftler aktuell tätig ist.

Jede Publikation wurde einmal pro Fachbereich gewertet, auch wenn mehrere Autoren desselben Fachbereichs beteiligt sind. Es erfolgte keine Gewichtung der Publikationen (z.B. nach Dokumententyp, Seitenzahl, Autorenzahl o.ä.).

In die Analyse wurden nur Fachbereiche mit mindestens drei in diesem Fach tätigen Professoren einbezogen. Ausgewiesen wird der Indikator "Veröffentlichungen pro Wissenschaftler". Dafür wurde die pro Fachbereich ermittelte Anzahl der Publikationen zunächst durch drei (Anzahl der Untersuchungsjahre) und anschließend durch die Anzahl der Professoren und promovierten Wissenschaftler am Fachbereich (Kopfzahl) geteilt.